
Lieferform
erdfeucht; lose abgekippt oder in 1m3 Big Bags abgepackt
Lagerung
Im Big Bag auf Paletten oder lose abgeschüttet auf sauberem, vor allem humusund
salzfreiem Untergrund kann er abgedeckt bis zur Verarbeitung gelagert
werden. Vor Wasser und Austrocknung schützen. Die Verarbeitung muss
innerhalb von 2 – 3 Wochen nach Lieferung erfolgen. Eventuell muss bauseits
noch Wasser hinzugegeben werden.
Ergiebigkeit
1 m3 verarbeitungsfertiger Holzleichtlehm ergibt ca. 1 m3 fertige Wandmasse.
Anwendung
Holzleichtlehm wird als Füllmaterial für die Innenschale zur Dämmung von
Außenwänden benutzt. Mit seiner plastischen und leicht formbaren Konsistenz
können Hohlräume und Spalten sicher verfüllt werden. Auch zur Erstellung
von Leichtlehmwänden eignet sich Holzleichtlehm. Der Einbau des Materials
erfolgt hinter oder zwischen einer weitmaschigen verlorenen Schalung, die
in der Regel aus 70-stengeligem Schilfrohr besteht. Die Unterkonstruktion
ist im Rasterabstand von 35 cm zu errichten und das Gewebe mit verzinkten
Klammern und einem zusätzlichen Draht zu befestigen. Das Erstellen der Unterkonstruktion
und der Einbau des Materials erfordert einige Sachkenntnisse, die
wir Ihnen bei Bedarf gerne vermitteln.
Verarbeitungsdauer/
Trocknung
Die Austrocknungszeit von Holzleichtlehm ist von vielen Faktoren abhängig,
z.B. Jahreszeit, Wandstärken und Witterungsbedingungen. Wichtig ist, dass
während der Trocknungszeit für eine einwandfreie Querlüftung in den Räumen
gesorgt wird und der Luftzug die Wandflächen streifen kann. In der Regel kann,
bei optimalen Bedingungen und einer Wandstärke von i.M. 20 cm,
von 8 – 10 Wochen Mindesttrocknungszeit ausgegangen werden.
Da der Holzleichtlehm organische Bestandteile besitzt und feucht eingebaut
wird, kann es bei schlechter Trocknung zu geringfügiger Schimmelbildung
kommen. Falls dieser Zustand längere Zeit anhält, sollte eine künstliche
Bautrocknung in Betracht gezogen werden. Nach vollständiger Austrocknung
kann der Holzleichtlehm nicht mehr von Schimmel befallen werden.
Eine Weiterbehandlung der Leichtlehmschale darf nur nach vollständiger
Austrocknung und sollte mit Lehm-Unterputz und Lehm-Oberputz erfolgen.
Ein Armierungsgewebe ist partiell, an rissgefährdeten Stellen in den Lehm-
Unterputz einzulegen.