
Eigeschaften/Zusammensetzung:
Lehm-Unterputz ist eine erdfeuchte, maschinengängige Fertigmischung nach den Lehmbau-Regeln (3.9) des„Dachverband Lehm“. Er wird hergestellt aus: Baulehmgemahlen, gemischt-körnigen Sand 0-2 mm und Gerstenstroh bis 30 mm. Seine Rohdichte beträgt ca. 1500 kg/m³.
Lieferform:
erdfeucht, lose abgekippt oder in 1m³ Big Bags abgepackt.
Lagerung:
Trocken lagern, abgedeckt auch kurzfristig im Freien.Lose abgeschüttet auf sauberem, vor allem humus- und salzfreiem Untergrund. Big Bags auf Paletten. Erdfeuchter Lehm-Unterputz sollte spätestens 3 Monate nach der Lieferung verarbeitet sein.
Ergiebigkeit:
1m³ erdfeuchter Lehm- Unterputz ergibt ca. 0,75 m³ Putzmörtel. Bei einem Putzauftrag von 1,5 cm Dicke reicht diese Menge für ca. 55 m².
Anwendung:
Ein- oder mehrlagiger Hand- oder Maschinen- Unterputz im Innenbereich. Als Ausgleichsputz und Unterputz auf Leicht - Lehmschalen, Schilfrohr, Mauerwerk u. ä.. Maschineneinsatz unter Zugabe von Wasser mit allen handelsüblichen Freifall - und Zwangsmischern. Kleine Mengen können auch mit dem Motorquirl oder von Hand angerührt werden.
Putzgrund/Putzauftrag:
Der Untergrund muss fest, sauber, frei von filmbildenen Trennmitteln und ausreichend rau sein, da der Lehmputz nur mechanisch haftet. Alte Lehmuntergründe müssen gut vorgenässt werden. Bei anderen Untergründen ist ein Vornässen nur zur Verlängerung der Bearbeitungszeit notwendig. Der Putzmörtel wird entweder mit der Kelle aufgezogen oder mit der Putzmaschine angespritzt. Bei einmaligem Auftrag kann die Putzstärke bis zu 3 cm betragen. Ein mehrlagiger Putzauftrag und die Einlage von Amierungsgewebe ist möglich. Putzträger wie Schilfrohrmatten etc. müssen trocken sein. Altanstriche etc. müssen unbedingt entfernt werden.
Verarbeitungsdauer/Trocknung:
Das Material ist abgedeckt über mehere Tage verarbeitungsfähig. Eventuell muß jedoch nochmals Wasser zugesetzt werden. Da der Lehmputz organische Bestandteile hat und nass aufgetragen wird, kann es bei schlechter Trocknung zu geringfügiger Schimmelbildung kommen. Falls dieser Zustand längere Zeit anhält, sollte eine künstliche Bautrocknung in Betracht gezogen werden. Nach vollständiger Austrocknung des Putzes kann er nicht mehr vom Schimmel befallen werden.